Karate

Sankaku -  die drei Kraniche

Karate ist eine sehr alte Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Entwickelt wurde es auf der zu Japan gehörenden Insel Okinawa auf Grundlage des chinesischen Wu Shu. Diese, als Shaolin Kung Fu bekannte Kunst, wurde von chinesischen Gesandten auf Okinawa unterrichtet. Dabei wurde das Wu Shu von den Okinawanern zum heutigen Karate verändert und 1911 von Gichin Funakoshi offiziell in Tokio vorgestellt. In den folgenden Jahren wurde das Karate in Japan von den Okinawaner Gichin Funakoshi, Choki Motobu, Chojun Miyagi und Kenwa Mabuni unterrichtet und verbreitet. Dabei entstanden Schulen, die sich zur besseren Unterscheidung in sogenannte Stilrichtungen manifestierten. So ist Funakoshi's Karate als Shotokan bekannt. Chojun Miyagi begründete das Goju-Ryu und Kenwa Mabuni benutzte für sein Karate den Namen Shito-Ryu. Ein japanischer Schüler von Funakoshi und Mabuni entwickelte schließlich das Wado-Ryu. Diese hier genannten 4 Stilrichtungen sind heute in der World Karate Federation (WKF) organisiert. In Deutschland existiert mit dem Deutschen Karate Verband eine Dachorganisation die ihrerseits wieder Mitglied im Europäischen Karateverband (EKF) ist und ebenso der WKF angehört. Die  Mitgliedschaft in dieser Organisation ermöglicht es, an Wettkampf interessierten Athleten an den renomierten Meisterschaften des DKV, der EKF und der WKF teilzunehmen. Dabei ist Karate eine verhältnismäßig junge Sportart. Denn erst nach dem zweiten Weltkrieg begann die weltweite Verbreitung des Karate.

Hierbei nutzten die Vertreter der oben beschriebenen Stilrichtungen unterschiedliche Konzepte. Sehr erfolgreich im Europäischen Raum war dabei das Shotokan. In Amerika hingegen fanden Goju-Ryu und Shito-Ryu weite Verbreitung. In Deutschland wurde zuerst Shotokan geübt. Später noch Goju-Ryu und Wado-Ryu. Shito-Ryu kam erst 1976 hinzu. Somit unterscheidet man bei den heute existierenden Karate- vereinen diese nach der jeweils trainierten Stilrichtung. So gesehen ist Karate nicht gleich Karate. Karate ist lediglich der Sammelbegriff für eine Kunst die, nach den Lehren der jeweiligen Schulen, sehr unterschiedlich sein kann. So gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Lehren des Shotokan und denen des Goju-Ryu oder Shito-Ryu. Es ist wie mit Sprachen, die einen sprechen Deutsch, die anderen Englisch. Beides sind Sprachen, auch wenn der eine das andere nicht versteht.


Das Training des Karate besteht aus unterschiedlichen Elementen

 

Kihon das Training einzelner Karatetechniken in mehrfacher Wiederholung im Stand
Ido Kihon das Training einzelner Karatetechniken oder Kombinationen in mehrfacher Wiederholung in der Bewegung
Kihon Kumite einfache Formen der Partnerübungen von Angriff und Verteidigung
Jiyu Kumite üben des freien Kampfes nach sportlichen Regeln
Kata

eine standardisierte Form mit einer Vielzahl von Karatetechniken, die in festgelegter Reihenfolge, ähnlich einer Kür beim Bodenturnen, oder Eiskunstlaufen, ausgeführt werden. Alle Karatekata wurden von Meistern des Karate entwickelt und sind mitunter mehrere hundert Jahre alte Überlieferungen.

Bunkai das üben der realistischen Anwendung der Techniken, die in einer Kata trainiert werden.

 

 

Graduierung  

Im Karate existiert ein Graduierungssystem mit sehr feiner Abstufung. Dabei gibt es 9 Stufen für die Ausbildung von Karateschülern, die als Kyu-Grade bezeichnet werden. Und 10 Stufen (Dan Grade) für die Entwicklung der Meister. Die unterschiedlichen Graduierungen werden dabei über farbige Gürtel angezeigt. Dabei gilt generell je dunkler die Farbe des Gürtels, desto höher ist der erreichte Grad. Ab dem 1. Meistergrad ist die Gürtelfarbe einheitlich schwarz.

Download
Download Prüfungsprogramm 9.-4. Kyu
Prüfungsprogramm 9.-4. Kyu.pdf
Adobe Acrobat Dokument 141.6 KB
Download
Download Prüfungsprogramm 3.Kyu-1.Dan
Prüfungsprogramm 3.Kyu-1.Dan.pdf
Adobe Acrobat Dokument 209.8 KB

Kontakt

Sankaku Meimsheim

 

Martin Kurz

MAIL: sankaku-meimsheim@gmx.de

 

Ilona Laitenberger

MAIL: ilonalaitenberger@gmx.de

 

Trainingszeiten

MO                     19:00 - 20.15 Uhr

FR                      18:00 - 19:15 Uhr

FR                       19.15 - 19.45 Uhr